Nicolas Born, Porträtaufnahme

ZeitZeichen 07.12.1979 - Todestag des Schriftstellers Nicolas Born

Stand:

Als sein großer Roman "Die Fälschung" 1979 erschien, war Nicolas Born schon todkrank. Wenige Tage später erlag er seinem Lungenkrebs, im Alter von nur 41 Jahren. Mit ihm verstummte eine bedeutende literarische Stimme, der Camus Deutschlands, wie es gelegentlich hieß.

Von Heide Soltau

Geboren 1937 als Klaus Jürgen Born in Duisburg, absolvierte er nach dem Besuch der Volksschule eine Lehre als Chemigraf. Nebenher begann er, sich fortzubilden und zu schreiben. Nicolas Born nannte er sich, nachdem erste Gedichte von ihm erschienen waren.

Unter seinem Künstlernamen publizierte er neben Gedichten auch Essays, Erzählungen und drei Romane. Darunter 1976 "Die erdabgewandte Seite der Geschichte", ein viel beachtetes und viel diskutiertes Buch.

Der politisch engagierte Nicolas Born, der seit Anfang der 70er Jahre im Wendland wohnte und sich am Protest gegen das geplante Atommüllendlager in Gorleben beteiligte, galt als ein Vertreter der "neuen Innerlichkeit".

Dieser Konflikt zwischen Politischem und Privaten durchzieht auch "Die Fälschung". Die Geschichte eines desillusionierten Kriegsreporters, der 1981 von Volker Schlöndorff verfilmt wurde.

Redaktion: Hildegard Schulte

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