Fünf bis zehn Mal gähnen wir pro Tag - im Durchschnitt, haben Wissenschaftler herausgefunden. Zunächst einmal hat die Maus versucht herauszufinden, warum wir überhaupt gähnen. Lange Zeit dachten man: Wenn das Gehirn zu wenig Sauerstoff bekommt, dann gähnt man. Stimmt aber nicht, sagen Wissenschaftler.
Gähnen macht auch nicht wach. Also: Warum gähnt man dann? Völlig sicher sind sich Experten immer noch nicht.
Wir gähnen nicht nur, wenn wir müde sind, sondern auch bei Stress, Langeweile oder Hunger. Es gibt Forscher, die meinen, dass durch das Gähnen das Blut abgekühlt wird, das zum Gehirn fließt. So funktioniert das Gehirn besser. Wenn das Gehirn nämlich nur um 0,1 Grad wärmer wird, dann kann es nicht mehr so gut arbeiten.
Aber warum müssen wir gähnen, wenn andere gähnen?
Dieses Verhalten hat etwas mit unserem Einfühlungsvermögen zu tun. Wir haben sogenannte Spiegelneuronen. Also, einfach gesagt: In unserem Gehirn gibt es Zellen, die versuchen, andere Menschen zu spiegeln. Um zu zeigen: Ich verstehe dich! Deswegen lächeln wir, wenn jemand anderes lächelt oder gähnen, wenn jemand anderes gähnt.
Eine Studie zeigt: Jeder zweite gähnt mit, wenn jemand anderes gähnt. Und dies passiert umso eher, wenn wir Menschen gut kennen und mögen. Selbst Hunde gähnen, wenn ihr Herrchen gähnt.
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Sendung: WDR 2 Morgenmagazin, 22.06.2026, 07.40 Uhr