Brexit: Als Populismus europäische Geschichte schrieb

WDR Zeitzeichen 23.06.2026 14:38 Min. Verfügbar bis 23.06.2099 WDR 5

Am 23. Juni 2016 stimmen die Briten für den Brexit. Der Entscheidung gehen politische Machtkämpfe, populistische Versprechen, die Angst vor Migration und jahrelange Kulturkämpfe voraus.

In diesem Zeitzeichen erzählt Wolfgang Meyer, wie Premierminister David Cameron mit einem Referendum ein politisches Risiko eingeht und sich dabei verzockt, mit welchem Slogan Nigel Farage und die Brexit-Befürworter Millionen Menschen überzeugen, und warum viele Britinnen und Briten den Austritt aus der EU heute kritisch sehen. Am 23. Juni 2016 stimmt eine knappe Mehrheit der Britinnen und Briten für den Austritt aus der Europäischen Union. 51,9 Prozent votieren für "Leave", 48,1 Prozent für "Remain". Das Referendum spaltet das Land: Jung steht gegen Alt, Schottland und Nordirland gegen England, Stadt gegen Land. Doch der Brexit beginnt nicht erst 2016. Das Verhältnis Großbritanniens zu Europa ist seit dem Beitritt zur Europäischen Gemeinschaft 1973 von Skepsis geprägt. Politiker wie Margaret Thatcher warnen vor einem europäischen Superstaat, Nigel Farage macht den EU-Austritt zum politischen Projekt. David Cameron will mit der Ankündigung eines Referendums seine konservative Partei befrieden. Stattdessen löst er eine Entwicklung aus, die das Land dauerhaft verändert. Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner: Dr. Nicolai von Ondarza, Stiftung Wissenschaft und Politik, Berlin Electoral Commission: Official result of the EU referendum, 24.06.2016. Europäischer Rat / EU-UK Summit: Strategic Partnership / Reset, 19.05.2025. House of Commons Library: Brexit timeline; End of transition period; Trade and Cooperation Agreement Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP): Veröffentlichungen und Expertise von Dr. Nicolai von Ondarza zu EU, Großbritannien und Post-Brexit-Beziehungen. Deutsche Welle (DW): Das Leben nach der EU: Brexit-Verlierer und Gewinner (Dokumentation) Welches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob? Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens! Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr in ARD Sounds und überall da, wo es Podcasts gibt. https://kurz.wdr.de/podcastpicker-zeitzeichen Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen: Autor: Wolfgang Meyer Redaktion: Sefa Inci Suvak


In diesem Zeitzeichen erzählt Wolfgang Meyer:
  • wie Premierminister David Cameron mit einem Referendum ein politisches Risiko eingeht und sich dabei verzockt,
  • mit welchem Slogan Nigel Farage und die Brexit-Befürworter Millionen Menschen überzeugen,
  • und warum viele Britinnen und Briten den Austritt aus der EU heute kritisch sehen.

Am 23. Juni 2016 stimmt eine knappe Mehrheit der Britinnen und Briten für den Austritt aus der Europäischen Union. 51,9 Prozent votieren für "Leave", 48,1 Prozent für "Remain". Das Referendum spaltet das Land: Jung steht gegen Alt, Schottland und Nordirland gegen England, Stadt gegen Land.

Doch der Brexit beginnt nicht erst 2016. Das Verhältnis Großbritanniens zu Europa ist seit dem Beitritt zur Europäischen Gemeinschaft 1973 von Skepsis geprägt. Politiker wie Margaret Thatcher warnen vor einem europäischen Superstaat, Nigel Farage macht den EU-Austritt zum politischen Projekt. David Cameron will mit der Ankündigung eines Referendums seine konservative Partei befrieden. Stattdessen löst er eine Entwicklung aus, die das Land dauerhaft verändert.

Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner:
  • Dr. Nicolai von Ondarza, Stiftung Wissenschaft und Politik, Berlin
  • Electoral Commission: Official result of the EU referendum, 24.06.2016.
  • Europäischer Rat / EU-UK Summit: Strategic Partnership / Reset, 19.05.2025.
  • House of Commons Library: Brexit timeline; End of transition period; Trade and Cooperation Agreement
  • Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP): Veröffentlichungen und Expertise von Dr. Nicolai von Ondarza zu EU, Großbritannien und Post-Brexit-Beziehungen.
  • Deutsche Welle (DW): Das Leben nach der EU: Brexit-Verlierer und Gewinner (Dokumentation)

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